Detektei für Vermisste & ungeklärte Fälle

Intuitive Fallbeschreibung (iFB) für neue Informationen in alten Fällen

Ergänzende Perspektiven bei festgefahrenen Ermittlungen

Bei langjährig ungeklärten Vermisstenfällen, Cold Cases und komplexen Ermittlungen sind es ergänzende Methoden, die eingesetzt werden, um neue Denkansätze oder bislang unbeachtete Betrachtungsweisen zu gewinnen. Eine dieser Methoden ist die sogenannte Intuitive Fallbeschreibung (iFB), die ihren Ursprung in dem originär vom Militär entwickelten Remote Viewing hat.

Die Methode gehört nicht zu den klassischen kriminalistischen Ermittlungsverfahren. Sie ersetzt weder Spurensicherung noch Zeugenbefragungen, Recherchen oder kriminalistische Analysen. Vielmehr wird sie ausschließlich als ergänzendes Instrument genutzt, um zusätzliche Hypothesen oder Ermittlungsansätze zu generieren, wenn herkömmliche Maßnahmen nicht mehr zielführend verlaufen.


Was versteht man unter Intuitiver Fallbeschreibung?

Die Intuitive Fallbeschreibung ist ein strukturiertes Verfahren, bei dem ausgewählte Informationen zu einem Fall bewusst nicht offengelegt werden. Ziel ist es, möglichst unbeeinflusste Eindrücke, Wahrnehmungen oder Assoziationen zu dokumentieren und anschließend mit den bekannten Fallinformationen abzugleichen.
Im Mittelpunkt steht die systematische Erfassung von Eindrücken, die möglicherweise neue Fragestellungen, Suchrichtungen oder Ermittlungsansätze eröffnen können.
Die Ergebnisse werden protokolliert, dokumentiert und anschließend systematisch ausgewertet und analysiert.


Historischer Hintergrund von Remote Viewing
Ansätze, die heute unter Begriffen wie Remote Viewing oder Remote Crime Viewing bekannt sind, wurden insbesondere in den 1970er- und 1980er-Jahren in verschiedenen Forschungsprojekten untersucht. Dabei interessierte man sich für die Frage, ob Personen unter kontrollierten Bedingungen Informationen über entfernte Orte, Objekte oder Ereignisse beschreiben können, ohne direkten Zugang zu diesen Informationen zu besitzen.


Einsatzbereiche in Ermittlungen
In gesonderten Fällen wird die Intuitive Fallbeschreibung als ergänzender Baustein genutzt bei:

  • ungeklärten Vermisstenfällen
  • Cold Cases
  • langjährig festgefahrenen Ermittlungen
  • der Suche nach neuen Ermittlungsansätzen
  • der Neubewertung bereits bekannter Informationen
  • der Entwicklung zusätzlicher Suchhypothesen



Deshalb erfolgt grundsätzlich:

  • eine Plausibilitätsprüfung
  • ein Abgleich mit bekannten Fallinformationen
  • eine Bewertung möglicher Übereinstimmungen
  • eine Überprüfung durch klassische Ermittlungsmaßnahmen

Erst wenn sich Hinweise unabhängig bestätigen lassen, können sie gegebenenfalls in die weitere Ermittlungsarbeit einbezogen werden.


Die Bedeutung von Intuition bei komplexen Ermittlungen

Der Mensch verarbeitet täglich weit mehr Informationen, als ihm bewusst zugänglich sind. Neben der analytischen Bewertung von Fakten verfügt das Gehirn über die Fähigkeit, große Mengen von Eindrücken, Beobachtungen, Erfahrungen und unvollständigen Informationen unbewusst miteinander zu verknüpfen.
Diese Form der intuitiven Informationsverarbeitung spielt in vielen Bereichen eine wichtige Rolle. Häufig entsteht dabei das Gefühl, dass „etwas nicht stimmt“ oder dass ein bestimmter Ansatz näher betrachtet werden sollte, obwohl noch keine eindeutige rationale Erklärung vorliegt. Wir sprechen hierbei auch von gefühlten Informationen.

Insbesondere bei komplexen Vermisstenfällen und langjährig ungeklärten Sachverhalten kann die ausschließliche Konzentration auf bekannte Fakten dazu führen, dass bestimmte Denkansätze, Perspektiven oder Zusammenhänge unbewusst ausgeblendet werden. Intuitive Verfahren eignen sich daher besonders gut, um  ergänzende Wahrnehmungsprozesse einzubeziehen.



Intuition als zusätzliche Informationsquelle

Die Intuitive Fallbeschreibung (iFB) basiert auf der Annahme, dass das menschliche Bewusstsein möglicherweise Informationen verarbeiten oder wahrnehmen kann, die nicht unmittelbar im Mittelpunkt der bewussten Aufmerksamkeit stehen.

Dabei geht es die gezielte Nutzung intuitiver Wahrnehmungsprozesse, die Hinweise auf Personen, Orte, Situationen, Dynamiken oder mögliche Gefahrenlagen liefern können. Über das menschliche Unterbewusstsein lassen sich derlei Informationen systematisch und mithilfe eines zuvor erlernten Protokolls abrufen.



Informationserlangung jenseits linearer Analyse

Während klassische Ermittlungen überwiegend analytisch vorgehen, arbeitet Intuition häufig über gefühlte Eindrücke. Das Unterbewusstsein ist in der Lage, große Mengen an Informationen parallel zu verarbeiten und daraus Verknüpfungen abzuleiten, die dem bewussten Denken zunächst verborgen bleiben.
Gerade bei Fällen mit vielen offenen Fragen kann dies dazu beitragen, neue Blickwinkel zu entwickeln oder festgefahrene Denkmuster aufzubrechen. 
Alle Menschen verfügen von Natur aus über bemerkenswerte Fähigkeiten zur intuitiven Einschätzung von Situationen. Oft werden Risiken oder Auffälligkeiten wahrgenommen, bevor sie bewusst benannt werden können. Ergänzend hierzu lassen sich Informationen abrufen.



Offene Fragen der Bewusstseinsforschung

Die moderne Bewusstseinsforschung beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Frage, ob das menschliche Bewusstsein über Fähigkeiten verfügt, die bislang noch nicht vollständig verstanden oder wissenschaftlich erklärt werden können.

Dabei werden Themen wie Intuition, nichtlineare Informationsverarbeitung, implizites Wissen und außergewöhnliche Wahrnehmungsphänomene untersucht. Auch wenn viele Fragen weiterhin offen sind, besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass das menschliche Gehirn deutlich mehr Informationen verarbeitet, als dem bewussten Denken unmittelbar zugänglich sind.


Remote Viewing als Training intuitiver Wahrnehmung

Im Zusammenhang mit intuitiven Methoden wird häufig der Begriff Remote Viewing verwendet. Dabei handelt es sich um ein strukturiertes Wahrnehmungsverfahren, bei dem versucht wird, Informationen über ein Zielobjekt, einen Ort, eine Person oder einen Sachverhalt zu erfassen, ohne dass dem Wahrnehmenden hierzu vorab konkrete Informationen vorliegen.

Unabhängig von den unterschiedlichen wissenschaftlichen Bewertungen hat sich die Remote Viewing Ausbildung für viele Anwender vor allem als Werkzeug zur Schulung der Intuition, der Wahrnehmungsfähigkeit und der bewussten Unterscheidung zwischen tatsächlichen Eindrücken und analytischen Schlussfolgerungen etabliert.

Ein wesentlicher Bestandteil des Trainings besteht darin, spontane Wahrnehmungen möglichst unverfälscht zu erfassen, bevor sie durch Erwartungen, Vorannahmen oder logische Interpretationen überlagert werden. Dadurch wird die Sensibilität für subtile Informationen und unbewusste Wahrnehmungsprozesse geschult.


Vorteile des regelmäßigen Training:

◆ die Wahrnehmung feiner Details und Zusammenhänge

◆ die Fähigkeit zur Mustererkennung

◆ die Unterscheidung zwischen Intuition und Interpretation

◆ die Konzentrations- und Beobachtungsfähigkeit

◆ die Sensibilität für mögliche Gefahren- und Risikosituationen

◆ den Zugang zu unbewussten Informationsverarbeitungsprozessen


Gerade bei komplexen Vermisstenfällen, Cold Cases oder festgefahrenen Ermittlungen kann die Fähigkeit, bestehende Denk- und Wahrnehmungsmuster zu verlassen, von besonderem Wert sein. Intuitive Verfahren werden deshalb von einigen Ermittlern, Fallanalytikern und Suchspezialisten als ergänzendes Instrument betrachtet, um zusätzliche Perspektiven und Hypothesen zu entwickeln. Hierbei spricht man dann vom Remote Crime Viewing, das sich primär mit der Aufklärung krimineller Handlungen befasst.

Die Intuitive Fallbeschreibung (iFB) greift einzelne Grundprinzipien dieser strukturierten Wahrnehmungsarbeit auf und nutzt sie als ergänzendes Werkzeug zur Entwicklung neuer Ermittlungsansätze und Fragestellungen.







 
 
 
 
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